thomas11

2007-03-31

Hauz Khas Village

Filed under: deutsch, india — thomas11 @ 17:56

Hauz Khas VillageGanz in der Nähe vom IIT befindet sich das Hauz Khas Village – “Dorf” genannt, da es ein sehr kleiner Stadtteil ist, der komplett von einem grünen Gürtel eingeschlossen ist. Bekannt ist HK vor allem für seine Oberklasse-Geschäfte: Kunst, Antiquitäten, edle Stoffe für die Schickimicki-Szene. Und Touristen, natürlich. Historische Filmplakate (Bollywood natürlich) sind anscheinend grad der Renner.

Man kann vom IIT zu Fuß hingehen, es sind ca. 3 km.
Peacocks, near Hauz Khas VillageIn einer Stadt, die eine Ausdehnung von mehr als 20 km hat, schon mal außergewöhnlich, aber das beste ist, dass der Weg durch einen schönen Park und einen recht ursprünglichen Wald führt. In einigen hundert Metern befinden sich noch die mehrspurigen, verstopften Strassen, und hier laufen und fliegen einem wilde Fasane über den Weg. Auch die Luft ist gleich ganz anders. Eine echte Wohltat hier in Delhi.

In Hauz Khas haben mich dann weniger die Läden, sondern die Ruinen begeistert. Mehr Bilder wie üblich auf der Fotoseite. Hauz Khas VillageHauz Khas ist sehr alt, und direkt neben den modernen, bewohnten Häusern ist ein ganzer Komplex von Ruinen mit drei Stockwerken. Von oben hat man einen schönen Blick auf einen Park mit See. Entsprechend war die Anlage auch gut von vor allem jungen Leuten besucht, die sich in erster Linie der indischen Freizeitbeschäftigung Nummer eins, dem Rumhängen, gewidmet haben. Ich muss noch meine Hemmung ablegen, Leute zu fotografieren…


Hauz Khas VillageDirekt neben Hauz Khas gibt es außerdem einen Wildpark, in dem immer wieder unvermittelt alte Gräber und selbst eine große, verlassene Moschee aus dem dschungelartigen Grün auftauchen. Man meint, nicht in einer 15-Millionen-Stadt zu sein.

Nach Hauz Khas und die umliegenden Parks und Wälder wird’s mich wohl noch öfter verschlagen. Vor allem, wenn ich ein Fahrrad habe, da kann ich dann in wenigen Minuten hinfahren. Auf einem Weg ohne Kraftverkehr natürlich, lebensmüde bin ich noch nicht. Ich hab mir sagen lassen, ein gebrauchtes, aber instand gesetztes Rad bekommt man für ca. 8 Euro – nett!

Als ich gestern mit ein paar Franzosen bei einem “Westler-Abend” unterwegs war, hab ich beim Edel-Italiener mehr für ein Essen bezahlt. Ungefähr ein Drittel des monatlichen Stipendiums meines Zimmernachbarn. Da kommt man sich schon echt blöd vor, und es hat mir auch echt nicht gefallen, obwohl ich natürlich locker genug Geld für sowas habe. Was muss ich in Delhi in die schicke Pizzeria gehen, wenn ich mit den indischen Kommilitonen für nen Euro ein geniales indisches Essen bekomme, in einem typischen gemütlichen Lokal? (Wenn die indische Definition von “gemütlich” auch ganz anders ist als die deutsche…) Naja, mit ein paar Europäern unterwegs zu sein, war natürlich schon mal nett, und die sind auch alle super Leute.

3 Comments

  1. Hallo Thomas,
    gerade haben wir Deine Bilder angeschaut, Oma hat zum ersten Mal gesehen, wo Du wohnst. Auch Deinen heutigen Bericht haben wir angeschaut, super! Können wir so was zusammen auch in Delhi anschauen?
    Viele Grüße auch von Oma

    Mum und Papa

    Comment by Mama und Oma — 2007-03-31 @ 21:14

  2. Klar können wir das. Wenn ihr hitzefest seid :-)
    Grüße zurück!

    Comment by Thomas — 2007-04-01 @ 23:29

  3. […] zweiten Tag sind wir, nachdem ich meine Eltern zur Qutub Minar geschickt hatte, durch Hauz Khas gebummelt, worüber ich schon mal berichtet habe. Hier nochmal ein paar Fotos vom Dorf und einem […]

    Pingback by Einkaufsbummel mit Eltern « thomas11 — 2007-04-17 @ 15:18


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